Leuchtturm Welten

Wahrzeichen Sankt Peter Ordings - Der Böhler Leuchtturm

Pfahlbau in St. Peter Ording am Strand Toilettenhaus © Fotowahn - Fotolia.comWas wäre die Nordsee-Küste ohne seine heimlichen Stars: die Leuchttürme. Oft seit mehr als hundert Jahren schon dienen sie der Schifffahrt für die sichere Navigation und Orientierung in den Küstengewässern. Doch auch bei Landratten sind Leuchttürme als begehrte Ausflugsziele sehr beliebt.
Der berühmte Ferienort Sankt Peter Ording in Schleswig Holstein hat ein solches Leuchtfeuer zu bieten. Auf dem Seedeich im Ortsteil Sankt Peter Böhl thront der 18,4 Meter hohe Böhler Leuchtturm über der Nordseeküste. Neben den berühmten Pfahlbauten gehört er zu den Wahrzeichen der Stadt. Der Signalturm ist ein beliebtes Ausflugsziel und zu Fuß oder mit dem Fahrrad bequem über den Deichweg zu erreichen. Jedoch kann man ihn auch mit dem Auto problemlos ansteuern. Er liegt im Süden der Gemeinde und nur etwa 500 Meter Deichweg von den beiden Camping Anlagen "Rönkendorf" und "Silbermöwe" entfernt. Besucher des markanten Wahrzeichens berichten von ausgiebigen Sonnenbädern und herrlichen Sonnenuntergängen, die man dort regelmäßig genießen könne.


Ansichtskarte Böhler LeuchtturmIm 19. Jahrhundert nahm im Zuge der Industrialisierung der Gütertransport zu Wasser eine immer wichtigere Rolle ein. In dieser Zeit wurde global und vor allem in Europa das Netz an Leuchttürmen stark vergrößert, um die Schifffahrtswege an den Küsten sicherer zu machen. Auf Grund dieser Entwicklung wurde 1892 in Sankt Peter Böhl ein Leuchtturm gebaut. Dieser sollte damals wie heute die Mündung zum Fluss Eider anzeigen und absichern. Zunächst als Tagessichtzeichen erbaut, hatte der Leuchtturm noch kein Signalfeuer und konnte nur tagsüber genutzt werden. Erst seit dem Jahr 1914 verfügt der runde Ziegelturm über eine Laterne, die es ihm ermöglicht auch nachts Signal zu geben. Der rotbraune Bau ist heute im Denkmalbuch verzeichnet.

Übrigens

AnsichtskarteDer Turm dient als Quermarken- und Orientierungsfeuer, um das Eiderfahrwasser zu markieren. Im Unterschied zu einem Seefeuer, das möglichst weit ins Meer hinaus Signal geben soll, kennzeichnet ein Orientierungsfeuer entweder die Küstenlinie oder zeigt regionale Besonderheiten, wie Klippen, Untiefen oder Flusseinmündungen an. Als Quermarkenfeuer gehört der Böhler Leuchtturm zu den aussterbenden Spezies seiner Art. An diesen Signalfeuern können sich Schiffe orientieren, um zu bestimmen an welcher Position sie ihren Kurs wechseln müssen. Quermarkenfeuer arbeiten immer im Verbund mit anderen Seezeichen wie Richtfeueranlagen oder Leitfeuern. Ihre Unterhaltung ist jedoch wie die eines jeden aktiven Leuchtturms recht teuer. Dadurch, dass man den genauen Ort des Kurswechsels oft auch ohne die Hilfe eines Quermarkenfeuers erkennt, werden diese heute häufig außer Dienst gestellt. Die Laterne des Böhler Leuchtturms trägt die Kennung "Blk. (2) w. r. 15 s" und hat eine Reichweite von bis zu 16 Seemeilen, was etwa 29 Kilometern entspricht.


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